Wenn ich Mutter bin, mache ich alles anders!
Babypraktikum – Mädchen erleben den Ernstfall
Jessica
ist 14. Ihre Kindheit war alles andere als behütet. Ihre Mutter hat
getrunken – immer öfter, immer mehr. Ihr Vater hat sie geschlagen – fast
täglich, immer brutaler. Nun wohnt sie nicht mehr zu Hause und will
eine eigene Familie.
Sie will alles anders machen. Ein Kind umsorgen, um die Probleme, die Verletzungen, den Schmerz zu vergessen. Und ein Baby ist doch so süß, da wird ihr das mit dem Vergessen nicht schwer fallen. So denkt sie.
Wer würde Jessica nicht verstehen bei all dem, was sie durchgemacht hat? Und woher soll sie es besser wissen? Für Jessica wäre der Kurs Babypraktikum ideal. Denn hier kann sie ganz praktische Erfahrungen machen. Hier lernt sie, Verantwortung für einen Säugling zu übernehmen. Um ein Baby muss man sich immer kümmern, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Es ist zwar süß, aber es schreit auch, hat Durst, will gewickelt werden, braucht Zuwendung und schreit oftmals trotzdem…
Unser Säugling ist natürlich nicht echt – aber täuschend echt! Ein sogenannter Babysimulator, der all diese Bedürfnisse simuliert. Abstellen kann Jessica ihn übrigens nicht. So wie man ein Baby auch nicht abstellen oder wegschließen kann. Jessica macht den Kurs mit, sie erlebt realistisch den Alltag mit einem Kind.
Sie spürt, was es heißt, die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen. Aber sie lernt im Austausch mit den pädagogischen Mitarbeitern auch, dass ein Baby ihre Probleme nicht löst. Sie ist selber bedürftig und seelisch verletzt. Sie ist der Herausforderung und Verantwortung noch nicht gewachsen. Das weiß sie jetzt. Das hat sie in dem Kurs mit den Babysimulatoren erkannt.
Helfen Sie uns, diese Kurse weiter anzubieten. Ein Babysimulator kostet über 1.000 Euro! Mit 150 Euro finanzieren sie einem Mädchen die Teilnahme an einem Kurs.
Stichwort: Babypraktikum






